Werdegang

Kocher besuchte von 1940 bis 1945 das Progymnasium und Gymnasium Bern. Es folgten 1945 bis 1948 der Besuch des kantonalen Technikums Biel, anschliessend von Zeichnungskursen der Gewerbschule Bern und 1951 ein Lehrjahr für Grafik an der Meisterschule für das gestaltende Handwerk in Düsseldorf. Anschliessend besuchte er von 1952 bis 1955 in der Schweiz die privater Malschule von Max von Mühlenen. Während eines fast fünfjährigen Aufenthalts in Paris betrieb er Studien bei Marcel Gromaire und an der Grande Chaumière. Im Jahr 1960 in die Schweiz zurückgekehrt, war er vorerst als Grafiker tätig und gründete eine eigene Malschule. 1955 - 58 Besuch der staatlichen Akademie Paris Abteilung Angewandte Kunst (Marcel Gromaire) 1958 - 60 Entwirft beim Bildhauer Joel Martel eigene Tierentwürfe (Gargouilles) für die Kathedrale von Metz (Frankreich).

Werk

Er erteilte Malkurse in der Klubschule Migros, für die Belegschaft der Firma Wander AG, im Freizeitwerk Coop Bern und 25 Jahre an der Volkshochschule Bern. Aus dieser Tätigkeit ist unter dem Titel Sehen, Zeichnen, Malen ein Lehrbuch hervorgegangen, das 1988 in 2. Auflage erschienen ist. Daneben blieb Kocher weiterhin als freiberuflicher Maler und Grafiker tätig. Während des Pariser Aufenthaltes hatte er sich mit Wandteppichn beschäftigt. Sein Werk verzeichnet über vierzig Objekte n dieser Art. In der Abfolge dieser meist grossformatigen Tapisserien zeigt sich der Fortgang zu farbiger Einheit, flächiger Bindung und schmückender Wirkung; ihre Eigenart beruht in der rhythmisch schwingenden Bewegung ungegenständlicher Linienzüge und Farbfelder. Kocher pflegt auch die plastische Arbeit, wobei gegenständliche, meist weibliche Figuren als bewegte Gross- und Kleinplastiken, abstrakte Stelen und Reliefs entstehen. Beteiligung an Restaurationen in sieben Kirchen vom Kanton Bern und Basel. Restaurationen eines grossen Wandbildes von Eduard Otto Renggli im Hobby Hotel Terrasse in Vitznau.

Kocher gestaltete Wandarbilder in den neuen Gebäuden der PTT in Gummen BE und Ostermundigen. Es handelte sich um die Kennzeichnung der Treppenaufstiege und Geschosseinteilung der zwei grossen Materialzentralen. Ein einfaches farbiges Band in den Treppenläufen und die verschiedene Farbgebung in den Geschossen bieten die Orientierung. Ein Schmuck in der Art der Wandteppiche bleibt in der Zivilschutzanlage in Gummen BE.

Entwirft gegen 50 Plakate als gelernter Grafiker. Hinterlässt ein grosses fotografisches Werk. Gestaltet in eigener Regie vier Filme. 1. "Ronald Kocher und sein Werk" 2. "Isolamento" ein Film über die Umwelt 3. "Vom Zufall in der Kunst" 4. "Das Skizzenbuch" Entwirft neue Modelle für Windräder für bereits erschlossene Gebiete Häuser und Siedlungen mit Entdwärme und Solarstrom. Modelle zur Überbauung von Eisen- und Autobahnen. Gründet 1968 mit seiner Frau Ruth Kocher die Schweizerische Genossenschaft "Künstler und Kunstfreunde", welche 45 Jahre bestand. Gründet 2004 mit seiner Frau Ruth Kocher die Stiftung "Ronald und Ruth Kocher Stiftung" mit eigenen Werken sowie ihrer Sammlung von 200 Künstlerinnen und Künstlern hauptsächlich aus der Schweiz. Betreibt seit 1961 bis heute eine eigene Malschule an der Postgasse 6 in Bern.

Atelier/Ausstellung: Postgasse 6, 3011 Bern


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